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Das Kommen eines großen Mordens
Die meisten Hadithen über die Ankunft des
Mahdi beziehen sich auf die Prophezeiung,
dass Verwirrung, Unsicherheit und Unordnung
die Welt regieren werden, bevor er erscheint.
Vernichtung, Krieg und Konfrontation sind
die Hauptmerkmale dieser Zeit. Der Hadith
macht weiter darauf aufmerksam, dass die
Massaker auf der ganzen Welt geschehen werden.
Während der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts
wurden schätzungsweise 65 Millionen Menschen
getötet. Die Zahl der im selben Jahrhundert
aus politischen Gründen ermordeten Zivilisten
wird auf weit über 180 Millionen Menschen
geschätzt. Dies sind außergewöhnlich hohe
Zahlen, verglichen mit vorangegangenen Jahrhunderten.
Kriege wurden üblicherweise bis zum 20.
Jahrhundert als Frontenkriege geführt, sie
fanden zwischen entlang einer definierten
Linie kämpfenden Armeen statt. Doch die
moderne Waffentechnologie und entsprechend
weiterentwickelte Militärstrategien des
20. Jahrhunderts führten das Konzept des
"totalen Krieges" ein, in den nicht nur
die Soldaten an der Front, sondern in hohem
Masse auch die Zivilbevölkerung hinter den
Kampflinien einbezogen wurde. Die Bombardierung
von Städten, chemische, biologische und
atomare Waffen, Völkermord und Konzentrationslager
sind "Besonderheiten" des 20. Jahrhunderts.
Solche Grausamkeiten dauern immer noch
an heute, blutige Kämpfe und Kriege sind
auf der ganzen Welt in vollem Gang. Das
gemeinsame Merkmal dieser Kriege sind -
wie in dem obigen Hadith beschrieben - die
Massaker die verübt werden. Der Einsatz
von Massenvernichtungswaffen einerseits
und die ideologisch motivierte Ermutigung
von Konfrontation und Blutvergießen andererseits
haben Massaker zur Tagesordnung werden lassen.
Ein Blick auf die jüngere Geschichte zeigt
Beispiele vieler solcher Massaker, die so
viele Menschen das Leben kosteten. Zum Beispiel
ging der Krieg in Bosnien in die Geschichte
ein als ein Krieg, der besonders gegen die
Zivilbevölkerung gerichtet war, mit der
Ermordung tausender Menschen einschließlich
Frauen, Kindern und Alten. Die nach dem
Krieg entdeckten Massengräber zeigten die
furchtbaren Dimensionen solcher Massaker.
Ein anderer Feldzug mit dem Ziel "ethnischer
Säuberung", der seit den 40er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts gegen das palästinensische
Volk geführt wird, beruht auf einer lang
angelegten Vernichtungspolitik. Die Massaker
von Sabra und Shatila als Teil dieser Politik
stehen hier stellvertretend für das Ausmaß
der Vernichtung.
Auch in Afrika gibt es häufige, gewaltsam
ausgetragene Konflikte zwischen verschiedenen
ethnischen Gruppierungen, in denen tausende
Menschen umkommen. Im Frühling 1997 brach
ein groß angelegter ethnisch motivierter
Krieg zwischen zwei Volksstämmen aus, den
Hutu und Tutsi, der in fünf großen Staaten
geführt wurde, in Zaire, Ruanda, Uganda,
Burundi and Tansania. Eine halbe Million
Menschen starben in diesem Krieg. Zehntausende
mussten im Dschungel gegen Armut, Elend
und Seuchen ankämpfen und eine große Zahl
von ihnen starb. Selbst Kinder und Säuglinge
wurden auf das grausamste ermordet nur weil
sie dem jeweils anderen Volksstamm angehörten.
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